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Darßer Dachse auf Spurensuche

 

Prerow (OZ) Ihre Augen und Spürnasen schärfen gestern die Darßer Dachse. Die Junior-Ranger der Freien Schule Prerow heften sich auf die Spuren heimischen Wildes. Lange müssen die Kinder nicht suchen. An einem Wasserlauf entdecken sie Spuren von Wildschweinen und Rehen. Die werden gleich gesichert. Die Naturdetektive rühren dafür Gips an und füllen die Masse in die tiefen Abdrücke der Paarhufer. Bis der Gips getrocknet ist, arbeitet sich die Gruppe durch das Küstenwäldchen vor.
Dass den Kindern dort kaum eine Spur von Tieren entgeht, dafür sorgen die Rangerin sowie Marie Grauwinkel und Lutz Storm vom Sachgebiet Umweltbildung der Nationalparkverwaltung. Und was gibt es da nicht alles zu entdecken: Natternhemden, Hauer von Wildschweinen, Schlangeneier. Die interessanten Sammelstücke präsentiert Heike Lawrenz den Kindern. Und die kennen sich schon richtig gut aus.
Kreuzottern kennen sie, sogar in unterschiedlichen Farbkonstellationen. Sie wissen, welche Eidechsen Eier legen und welche ihren Nachwuchs lebend gebären, können Vogelrufe unterscheiden und wissen Schädelknochen den richtigen Tieren zuzuordnen. Heike Lawrenz: „Ich habe hier ein Super-Team.“ Unter ihrer Leitung marschieren die Kinder durch die Natur. Spaß soll die allmonatliche Tour in die Natur nämlich auch machen. Und dazu gehört für Heike Lawrenz auch Bewegung.
Bei den Kindern kommen die Trips auf jeden Fall prächtig an. Ricarda Drews ist in ihrem Element, schließlich will die Zwölfjährige später einmal Biologin werden. Wie Josephine Glander ist sie seit dem vergangenen Sommer mit von der Partie. Malte Ricke aus Prerow ist seit zwei Jahren Mitglied der Junior-Ranger- Gruppe. Bei den Darßer Dachsen habe er jedenfalls schon jede Menge gelernt. Die Touren seien spannend und interessanter als der normale Schulunterricht sowieso. Das unterstreicht auch Ivo Kavisanczki aus Starkow, der die Freie Schule Prerow besucht. Einschränkung: Es sei abhängig vom Unterrichtsfach.
Derweil hat Heile Lawrenz die nächste Spur entdeckt - nicht auf dem durchnässten Boden, sondern an einem Baum. Spechte, die in diesem Jahr besonders früh mit dem Nestbau beginnen, haben ihre Spuren beim Bohren nach Holzwürmern hinterlassen, Rotwild hat Rinden abgeschält.

Timo Richter, OZ

Auch in der Schule ging es später weiter auf Spurensuche...

                                                                                                  ... aber diesmal mit dem Mikroskop:

 

 

 

KinderHeute: Junior-Ranger Darßer Dachse auf Spurensuche.

Stadt: Prerow
Überschrift: Darßer Dachse auf Spurensuche
Anbieter/Credit: OZ
Quelle: OZ
Typ: Text
Urheber: TIMO RICHTER
Eingangsdatum: Do, 27. Januar 2011 06:14

 

Studienwunsch bei den "Darßer Dachsen" gereift.

Zingster möchte Technik und Natur miteinander verbinden und strebt darum ein Studium der Bionik an. Der 15-Jährige zählt in der Gruppe bereits als alter Hase, er ist seit fünf Jahren aktiv mit von der Partie.

Von Timo Richter

Prerow – In den Reihen der jungen „Darßer Dachse“ istMaxApel schon ein alter Hase. Seit fünf Jahren ist der 15-Jährige bei den Junior-Rangern aktiv mit von der Partie. Schon als kleiner Junge liebte es der Zingster zu experimentieren. In der Schule stieß er dann auf die „Darßer Dachse“. Und fortan „sind wir durch den Wald getigert und haben mit dem Fernglas in die Natur geguckt“. Und während die Liebe zur Natur immer weiter wuchs, musste sich der Gymnasiast von seinen Freunden schon mal den einen und anderen Spruch gefallen lassen. DenSpaß, denandere währendPartys haben, hat Max Apel in Wald und Flur. Inzwischen zählt er sich bei den Junior- Rangern schon zu den Fortgeschrittenen. Das Mitmachen in den Reihen der jungen Naturschützer hat für Max Apel auch ganz konkrete Auswirkungen. Er hat während dieser Zeit gelernt, Zusammenhänge zu erkennen und Folgen eigenen Handelns besser abzuschätzen. Darum „gehe ich mit ganz anderen Augen durchs Leben“, sagt der 15-Jährige. Wenn er beispielsweise nach dem Jahreswechsel die Reste abgebrannter Silvesterknaller einsammle, stelle sich für ihn schon die Frage, welche Auswirkungen die Knallerei denn auf die Natur und die darin lebenden Tiere habe.

„Darßer Dachse“ sind für Max Apel keinesfalls nur Spielerei gewesen. Letztlich haben sich die Erkundungstouren durch den Nationalpark als entscheidend für ein mögliches Studium erwiesen. „Ich möchte später einmal Bionik studieren“, weiß der Zehntklässler schon heute. Die Verbindung von Technik und Natur sieht der Schüler der Freien Schule Prerow als „geniales wissenschaftliches Feld“. Denn für wirksamen Umweltschutz sei Technik unerlässlich. Bei den „Darßer Dachsen“ hat Max Apel den letzten Anstoß für diese Entscheidung erlebt.

Naturerleben wird im Sachgebiet Umweltbildung des Nationalparkamtesdenn auchganz groß geschrieben. Kleine Experimente während der allmonatlichen Treffen der verschiedenen Gruppen von Junior-Rangern sorgen dafür, dass die Kinder Lernen und Abenteuer zusammen erleben. Ziel des Programmes ist, bei den Kindern ein verantwortungsvolles Verhalten gegenüber der Natur zu wecken. Später einmal, so die Hoffnungen der Umweltpädagogen, werden sich die jungen Naturschützer bei der Gestaltung ihres Lebensraumes aktiv engagieren und dabei die Belange der Natur respektieren.