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Zum Stück
und zur Entstehung unserer Inszenierung:
Der „Woyzeck“ ist das
letzte Stück, das uns der frühverstorbene Georg Büchner hinterlassen hat.
Als erstes soziales Drama der deutschen Literatur war es zur Entstehungszeit
(1836) seiner Zeit um mindestens fünfzig Jahre voraus und wurde eigentlich
erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckt. Ein wesentlicher Grund für
diese verspätete Aufnahme ist neben dem schockierenden Inhalt auch der stark
fragmentarische Charakter des Stückes, der zwar die Hauptlinien deutlich
werden lässt, viele andere Intentionen des Autors aber nur erahnen lässt.
Da der „Woyzeck“ zum Lektürekanon der Oberstufe zählt, kam uns die Idee, es
in diesem Fall nicht nur bei der Lektüre zu belassen, sondern das Stück
gleich „richtig“ auf die Bühne zu bringen. Das hatte bestimmte
Textveränderungen zur Folge, da ich jedem Schüler eine wesentliche Rolle im
Stück „verschaffen“ wollte. Eine Bearbeitung der Textvorlage wurde auch
dadurch erzwungen, dass der hessische Dialekt, in dem größere Passagen des
Stückes geschrieben sind, und bestimmte Begrifflichkeiten des 19.
Jahrhunderts, die für Büchner und seine Zeitgenossen noch kein Hindernis
darstellten, einem Großteil der heutigen Zuschauer nur schwer verständlich
gewesen wären.Die ersten intensiven Proben begannen direkt nach den
Winterferien. Da keiner bzw. keine der Mitwirkenden bereits über
Theatererfahrungen verfügte und wir auch nicht auf besondere Probenzeiten
neben der eigentlichen Unterrichtszeit zurückgreifen konnten, kamen wir
anfangs nur sehr langsam voran. Durch das Entgegenkommen der Schulleitung
konnten wir in den letzten zwei Monaten auch einen Großteil des regulären
Deutschunterrichts zum Proben verwenden. Durch die Unterstützung von Herrn
Schütt wurden uns auch Samstagproben in der Mensa ermöglicht; Herrn Graubner
danken wir für Hilfen im technischen Bereich und beim Druck des
Programmhefts.
Ein Dankeschön auch an alle, die uns mit Requisiten, Kleidungsstücken und
anderen unentbehrlichen Diensten behilflich waren.
Und ein besonderes Dankeschön für Lina , die unser Projekt in einer
schwierigen Phase der Proben durch die Übernahme einer Hauptrolle
buchstäblich gerettet hat.
Volker Zorr
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