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WOYZECK 

frei nach  

Georg Büchner 

gespielt von Schülern der
Freien Schule Prerow

Premiere am 07. Juli 2011

Zum Stück und zur Entstehung unserer Inszenierung: 

Der „Woyzeck“ ist das letzte Stück, das uns der frühverstorbene Georg Büchner hinterlassen hat. Als erstes soziales Drama der deutschen Literatur war es zur Entstehungszeit (1836) seiner Zeit um mindestens fünfzig Jahre voraus und wurde eigentlich erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckt. Ein wesentlicher Grund für diese verspätete Aufnahme ist neben dem schockierenden Inhalt auch der stark fragmentarische Charakter des Stückes, der zwar die Hauptlinien deutlich werden lässt, viele andere Intentionen des Autors aber nur erahnen lässt.
Da der „Woyzeck“ zum Lektürekanon der Oberstufe zählt, kam uns die Idee, es in diesem Fall nicht nur bei der Lektüre zu belassen, sondern das Stück gleich „richtig“ auf die Bühne zu bringen. Das hatte bestimmte Textveränderungen zur Folge, da ich jedem Schüler eine wesentliche Rolle im Stück „verschaffen“ wollte. Eine Bearbeitung der Textvorlage wurde auch dadurch erzwungen, dass der hessische Dialekt, in dem größere Passagen des Stückes geschrieben sind, und bestimmte Begrifflichkeiten des 19. Jahrhunderts, die für Büchner und seine Zeitgenossen noch kein Hindernis darstellten, einem Großteil der heutigen Zuschauer nur schwer verständlich gewesen wären.Die ersten intensiven Proben begannen direkt nach den Winterferien. Da keiner bzw. keine der Mitwirkenden bereits über Theatererfahrungen verfügte und wir auch nicht auf besondere Probenzeiten neben der eigentlichen Unterrichtszeit zurückgreifen konnten, kamen wir anfangs nur sehr langsam voran. Durch das Entgegenkommen der Schulleitung konnten wir in den letzten zwei Monaten auch einen Großteil des regulären Deutschunterrichts zum Proben verwenden. Durch die Unterstützung von Herrn Schütt wurden uns auch Samstagproben in der Mensa ermöglicht; Herrn Graubner danken wir für Hilfen im technischen Bereich und beim Druck des Programmhefts.
Ein Dankeschön auch an alle, die uns mit Requisiten, Kleidungsstücken und anderen unentbehrlichen Diensten behilflich waren.
Und ein besonderes Dankeschön für Lina , die unser Projekt in einer schwierigen Phase der Proben durch die Übernahme einer Hauptrolle buchstäblich gerettet hat. 

Volker Zorr