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Nationalparktag in Wieck 2006 - Wir waren dabei

 

 

Nationalparktag mit vielen Genüssen

Mit Tombola und vielen Preisen, Schwein am Spieß und vielen Ständen, Jagdhornblasen und vielen Gästen wurde der Nationalparktag gefeiert.

Wieck Nationalparktag in Wieck – das heißt in erster Linie: Es wird gemeinsam gefeiert. Zu Beginn blasen die Jagdhornbläser zum Sammeln, dabei sind an diesem Sonnabend schon alle Gäste da, der Platz vor dem Boddenhafen in Wieck ist voll mit bunten Buden und neugierigen Menschen. Karikaturist Gerhard Vontra, nun schon 86 Jahre alt, sitzt wie seit über 40 Jahren über seinem Skizzenblock gebeugt, porträtiert plaudernd die Leute, Sabine Kleinschmidt und Andreas Ciesielski vom Bülten- und dem Scheunen-Verlag aus Kückenshagen haben ihre Bücher ausgebreitet und sind mit Lesern im Gespräch. Heike Steinbach vom Eiscafé Lange in Wieck steht wie alle Jahre hinter ihren Kuchenkreationen im Zelt, Keramik und Ziegenkäse, Trockensträuße und Selbstgestricktes, Honig und Fisch – selbstverständlich auch Biofleisch vom Gut Darß – sind zu haben.

 

 

 

   Die Kinder von der Freien Schule Prerow sind

auch beim Nationalparktag dabei.

Sie präsentieren auf der Bühne am Wiecker Hafen

mit Gesang und Tanz das Musical "Findet Nemo".

Nach den Festtagsreden blasen die Jagdhornbläser erneut, „Die Sau ist tot“ soll das heißen, stimmt, sie dreht sich längst über Kohlefeuer und würziger Rauch hängt in der Luft. Es ist wie in jedem Jahr am zweiten Septemberwochenende, wenn die Badegäste abgereist sind und neue Touristen, die Herbst, Natur, Kraniche und Nationalpark erleben wollen, die Gegend zwischen Meer und Bodden mit dem Fahrrad bevölkern. Wenn sich die Saison dem Ende zuneigt, ist auch für das Nationalparkamt Vorpommersche Boddenlandschaft Zeit zum Innehalten und für eine erste Bilanz.

 

Der Besucherstrom in den Nationalpark, dem Europarc Deutschland als Alleinstellungsmerkmal die Charakteristik „Lagunen der Ostsee“ gegeben hat, wird wieder drei Millionen Menschen zählen, sagt Umweltstaatssekretär Dr. Harald Stegemann aus Schwerin. Die Diskussion mit Umweltverbänden um die Waldbewirtschaftung, die zur kurzzeitigen Suspendierung des FSC-Gütesiegels für die Nationalparkwälder im Frühjahr geführt hatte, habe positive Effekte gebracht. Stegemann hält es nun von Seiten des Naturschutzbundes M-V (Nabu) für wenig hilfreich, dass dieser erneut im Internet Meldungen über Mängel verbreitet, die nachweislich längst abgestellt sind. „Die Vorpommersche Boddenlandschaft hat einen festen Platz unter den Nationalparken in Deutschland, seine Gründung vor 16 Jahren hat sich als richtig erwiesen“, betont er.

Das sehen auch die Gäste am Hafen so. Ein schöner Tag, meinen viele, und der Wiecker Bürgermeister Niels Heck freut sich, dass das Nationalparkamt seit Jahren hier den Nationalparktag begeht.

Quelltext und Bilder von Evelyn Schaffernicht, OZ 11.09.2006