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Erstes Umwelt-Spezialistenlager auf Hiddensee
Erfahrungsaustausch zwischen Darßer Dachsen und Hiddenseer Hechten

Auch wenn das Wetter sich während der drei Tage nicht immer von seiner besten Seite zeigte, so ließen sich die Darßer Dachse und die Hiddenseer Hechte trotzdem die gute Laune bei ihren vielseitigen Unternehmungen nicht vermiesen.

Am Montag begann die Tour für die jungen Ranger vom Darß gleich mit einer Fahrt durch die Vorpommersche Boddenkette von Zingst bis nach Vitte. Hier wurden sie dann von Clemens, Ole, Felix und Niklas, dem Ranger Frank und Praktikantin Marlen in Empfang genommen und in die Schule begleitet. Quartier bezogen sie in den Räumen 1 und 8, auch die Küche hatten sie zur Verfügung und so klappte alles prima.

Nach der „richtigen“ Begrüßung am Nationalparkhaus ging’s auf den „Barfußpfad“, bevor es mit Fahrrädern anschließend zum Mittelpunkt der Insel in die Heide ging. Natürlich wurden die Wegezeiten immer wieder für wichtige Informationen z. B. über die Heide genutzt. Während die Darßer Dachse weiter nach Neuendorf zum Hafen fuhren, bereiteten die Hiddenseer schon das abendliche Grillen in der Nähe der Huckemauer vor. Selbst Klärchen zeigte sich erfreut über soviel Tatendrang und  machte vorherige Regengüsse vergessen.

Beim Besuch der Wetterstation am Dienstagvormittag wurde Wetterfrosch Stefan Kreibohm erst einmal gefragt, ob er bessere Aussichten versprechen könnte – doch leider nein! Auch mit interessanten  Fragen zur Klimaerwärmung, zum Abschmelzen der Gletscher und zu evtl. steigendem Wasserstand wurde der Wetterchef gelöchert. Und wieder musste abgewettert werden, diesmal unter den Haselnusssträuchern am Hochuferweg. Am Strand ging’s zurück – Donnerkeile und ein Seeigel waren die glückliche Ausbeute. Nach einer wichtigen Trockenpause in der Schule waren alle nachmittags ganz begeistert beim Bau einer Wildkräuterschnecke dabei. Die Pflanzen darin sollen sich in den nächsten Jahren durch Samenflug selber entwickeln. Und als etwas ganz Besonderes fanden sie dabei männliche als auch weibliche Nashornkäfer und Rosenkäfer, die gerade aus ihrer Puppenhülle schlüpften. Vor dem Nudelessen ging’s noch einmal bei warmen Wasser und herrlichem Wellengang in die Ostsee.

Auch am Mittwoch, dem 9. Juli erwartete die Junior Ranger wieder ein abwechslungsreiches Programm. Den Fossilien am Enddorn sollte auf den Leib gerückt und der Leuchtturm sollte angesteuert werden. Prima, dass beiden Gruppen so erlebnisreiche Tage ermöglicht werden konnten. Ein Dank geht an die betreuenden Ranger und Praktikanten, an die Gesamtschule Prerow und auch an unsere Schule, die das Quartier stellte, an die Reederei Oswald, die eine kostenlose Überfahrt ermöglichte, an die Eltern und die Dachse selber, die durch ihren Einsatz am Nationalparktag auch an der Finanzierung beteiligt waren.

cd