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Leipziger Buchmesse

12. - 15. März 2009

Schwer bepackt mit Informationsmaterial aller Art über neue Publikationen sowie über alteingesessene und junge Verlage, beladen mit neuen Büchern und mit vielen guten Eindrücken und auch ein wenig müde besteigen Schüler der Freien Schule Prerow am Abend den Bus in Richtung Heimat.

Interessierte der Klassen 7 bis 11 hatten am 13. März 2009 die Gelegenheit für einen Tag „Schule außer Haus“ wahrgenommen und die Leipziger Buchmesse 2009 besucht.

Was eigentlich von den Lehrern wohl als Experiment geplant war, entpuppte sich sehr schnell als beliebte und erfolgreiche Veranstaltung für die Teilnehmer. Rasch waren wir mittendrin im aktuellen Literaturgeschehen. Die uns von den Deutschlehrern aufgetragenen Aufgaben – das musste ja offensichtlich sein – waren zwar keineswegs vergessen, ihre Bearbeitung schien aber nun beim Anblick der Stände und beim Aufnehmen der Atmosphäre dieser Leistungs- und Informationsschau unglaublich leicht. Mit dieser Lockerheit gingen wir auch an die notwendigen Interviews mit Autoren und Verlegern heran – ermittelten, recherchierten und notierten.

 

Trotzdem kam der Spaß nicht zu kurz. Es war genug Zeit zum orientierenden und informierenden Lesen, zum Betrachten der künstlerischen Verarbeitung der Bücher und zum Entdecken der zahlreichen Non-Book-Artikel, die auch auf dieser Messe zu finden waren, aber natürlich alle mit Literatur im weitesten Sinne zu tun hatten.
Michael – Berufswunsch Journalist – nahm die Gelegenheit wahr, an zwei Pressekonferenzen teilzunehmen. Es gelang ihm sogar, mit den TV-Moderatorinnen Anna Heesch und Alida-Nadine Kurras ins Gespräch zu kommen. Stolz berichtet Michael, dass dies echt witzig gewesen sei.

 

Der Kontakt mit Promis ist auf der Leipziger Buchmesse auch ein Stück Normalität. Man konnte nicht nur bekannten alten und neuen Autoren begegnen, sondern auch allerhand anderer Prominenz, die mit dem geschriebenen Wort zu tun hat – z. B. Franziska van Almsick, die ihr neues Buch über das Schwimmen vorstellte.
Nico stellte in einer Messenachlese schon auf der Rückfahrt fest, dass Hörbücher auf dem Vormarsch sind, sie aber dem Buch nicht den Rang ablaufen werden. Rike, die selbst schon eine Erzählung als selbständiges Buch veröffentlicht hat, meinte, dass viele junge Leute sich wieder zur Literatur hingezogen fühlen und auch selbst eine Neigung entwickeln, wieder zu schreiben und sich damit mitzuteilen.

Eine Messe ist in erster Linie natürlich eine geschäftliche Angelegenheit. Deswegen sollten wir die Verleger auch danach fragen. Wir förderten durchaus Interessantes zu Tage.
Natürlich blieben auch viele Fragen, denn Erlebnisse, Eindrücke und neues Wissen werfen Fragen auf. Sicherlich werden die Unterrichtsstunden in den nächsten Tagen auch Möglichkeiten zur weiteren Diskussion über das in Leipzig Erlebte bieten.