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Gesamtschule Prerow |
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Ein Hühnergott reist mit nach Ecuador |
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Darß/Südamerika. Seit dem 15. Februar 2009 lebt Franco Lizzi in Born auf dem Darß bei Familie Weiß. Er stammt aus dem Land, wo die Wiege des weltberühmten Klarinettisten Giora Feidmann stand. Auch der Arzt und Revolutionär Ernesto Che Guevara wurde in Argentinien geboren. „Ich mag ihn nicht“, sagt Franco, „weil er viele Leute ums Leben gebracht hat. Ich verehre René Favaloro. Er war Herzspezialist, hat den Bypass entdeckt. Darauf sind wir in Argentinien stolz.“ Francos braune Augen blicken warm, als er das lachend mit spanischem Akzent sagt. Zwei perlweiße Zahnreihen werden dabei sichtbar. Franco Lizzi wurde 1991 in Neuquén geboren, als die Stadt nahe der Anden 265.096 Einwohner zählte. „Sie wird auf 400.000 anwachsen,“ sagt Franco, der die Großstadt liebt. Francos Vater ist Architekt, die Mutter Vorschullehrerin, die beiden Schwestern, Agostina und Luisina, sind 14 und elf Jahre alt. Die Gasteltern Carina und Detlef Weiß mit Sohn Tommy holten Franco in Rostock vom Bahnhof ab. Mit ihm waren noch zwei Schüler über die Organisation American Field Service (AFS) gekommen. Das ist die älteste und größte Jugendaustauschorganisation weltweit. Im Häuschen der Familie Weiß empfingen ihn zwei blauäugige Katzen, Heilige Birma. Gemeinsam besuchte Franco mit Tommy die 10. Klasse der Freien Schule in Prerow. Jetzt genießen die beiden Ferien. Aber Tommy packt bereits das Reisefieber. Am 21. August fliegt er für ein Jahr nach Ecuador zu einer Willkommensfamilie, während Franco in Born noch bis zum 10. Januar 2010 bleibt. Tommy musste etliche Impfungen über sich ergehen lassen. Im Gepäck hat er einen Hühnergott, der ihm Glück bringen soll. „Spanisch habe ich in der Schule ein Jahr bei José Ventura aus der Provinz Castellón gelernt“, sagt Tommy. Er hat die Übergangsprüfung für die 11. Klasse geschafft. „Auf jeden Fall komme ich in die Berge, in die Großstadt“, sagt Tommy aus dem ruhigen Boddendorf. |
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„In meinem Heimatland waren 37 Schüler in einer Klasse. Vorn sitzen die Schüler, die lernen wollen, hinten ist das Chaos. Hier sind es 14 Schüler, und die Lehrer kümmern sich mehr“, erzählt Franco. Aber er vermisst die Großstadt, das bunte Treiben und wünscht sich mehr Kontakte zu Jugendlichen. „Bei uns ist man mehr zusammen.“ Familie Weiß stammt ursprünglich aus Cottbus. „Die Arbeit hat mich an die Küste gebracht“, sagt Detlef Weiß. „Die einzige Annonce, die das Hotel Haferland in Wieck je geschaltet hat, habe ich gelesen. Dort bin ich Küchenmeister.“ Carina Weiß arbeitet als Kinderkrankenschwester in der Kurklinik Wustrow. Wenn Sohn Tommy abfliegt, muss Franco sich einen neuen Freund suchen, um den Darß und Deutschland zu erkunden. Text und Foto Elke Erdmann OZ (15.08.09) |
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saludos de ecuador
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Sehr geehrter Herr Schaarschmidt, ich wollte mal ein lebenszeichen aus ecuador geben, genauer aus Ambato. trotz des kleinen motorradunfalls geht es mir gut. Ich schätze das liegt auch an der familie. eine bessere könnte ich momentan nicht haben. In meiner familie habe ich einen gastbruder (16), eine kleine gastschwester (10) und meine Gasteltern, die fast in dem selben alter sind, wie meine eltern. als ich in Ecuador gelandet bin, hatte ich gleich das erste problem. der beamte von der zollkontrolle hatte mich rausgefischt und gesagt das ich mich setzten soll. dann musste ich eine halbe stunde warten, ohne jeglichen informationen. nach einer weiteren halben stunde kam er zu mir und sagte, dass ich passieren kann. ansonsten gehe ich jetzt schon seit 3 wochen zur schule. die schule an sich ist ganz ok, nur hier haben die schüler gegenüber den lehrern richtig respekt. meine klasse ist auch ganz gut und mein spanisch wird jeden tag ein bisschen besser. gekocht habe ich auch schon für meine familie. ich glaube die waren begeistert. morgen werde ich wieder was leckeres kochen, weil momentan habe ich 3 tage schulfrei. juhu.
ja das war es erstmal von mir. tommy |
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P.s meine stadt Ambato |
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