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Tagebuch

der Mädchen und Jungen der achten Klassen der Freien Schule Prerow, die auszogen, um die Welt kennen zu lernen…und im sonnigen Dänemark bei der Partnerschule in
 Øster Egesborg ankamen…

 

1. Tag, Montag, der 19.04.2010:

Die Fahrt mit der Fähre von Rostock kann richtig Spaß machen: Sonne, viele Leute, Geschäfte…hier ist was los.

 

Und dann ist die Vorfreude nicht zu vergessen, die Spannung darüber, was uns in Dänemark erwartet, wie die Jungen und Mädchen in unserer Partnerschule, der Freien Schule Øster Egesborg sind, wie sie  zu Hause leben, welche Hobbys sie haben….Ja, und dann ist ja noch die Frage, wie wir uns verständigen werden…deutsch, englisch(??? ),ach, irgendwie wird es schon gehen.
Die Wirklichkeit ist unkompliziert…wir werden von Tony, dem Direktor, und Lars , dem  Klassenleiter der 7.Klasse, von der Fähre in Gedser abgeholt, in der Schule herzlich empfangen und nach dem Essen, die dänischen Siebten haben leckere  Stullen geschmiert,

spielen wir „rundbold“, eine  Mischung aus Schlag-, Fuß- und Handball, was echt Fez machte..

Zu erwähnen ist der coole Schulhof, auf dem schnelle Moon-cars von allen, sowohl den Schülern als auch Lehrern, begeistert gefahren werden.

Der erste Schultag klingt aus, und wir werden herzlich und mit großem Interesse von den dänischen Gast-Eltern abgeholt…mal sehen, was der Rest des Tages mit sich bringt...
Übrigens, habt ihr gewusst, dass die Dänen sich in der Schule duzen, egal ob Direktor, Lehrer, Eltern oder Schüler?! Jedenfalls haben wir schon mit unseren Lehrern Petra und Lena  das „Du“ geprobt.

 

2. Tag: Dienstag, der 20.04.2010: 

Die erste Nacht haben alle prima überstanden. Heute geht es zum Königinnenstuhl, dem Kreidefelsen auf der Insel Moen.
Wir treffen uns in der Schule. Die Kinder kommen aus den umliegenden Dörfern und Städten. Schnell nehmen sich die dänischen Kinder und auch wir Moon-cars und radeln auf dem asphaltierten Teil des Schulhofes. Das macht Spaß. Bald  läutet die Schulglocke, und wir treffen uns in der Aula, wo Schüler, Lehrer, Hausmeister und Sekretärin den Begrüßungsworten des Direktors Tony zuhören.

Die Musiklehrerin haut anschließend kräftig in die Tasten des Klaviers, damit die 160 Kinder die Begleitmelodie hören und schon wird ein rockiges dänisches Lied gesungen. Es klingt gut, und man spürt die freundliche und familiäre Atmosphäre während des Morgengesanges. Schnell begeben sich alle anschließend in ihre Unterrichtsräume. Der Schulalltag hat begonnen.
Wir haben es besser und steigen in einen modernen Bus ein, der uns zur Insel Moen bringt.

Das Wetter ist bisher prima, wir wandern mit unseren dänischen englisch sprechenden Guides  den Kreidefelsen hoch und runter-900 Stufen(!!!), haben tolle Ausblicke und eine Vorstellung, wie hier die ersten primitiven Lebewesen lebten.

Wir finden jede Menge Fossilien und fühlen uns fast wie Lottogewinner mit unseren Schätzen …, und irgendwie an die Kreidefelsen auf Rügen und den Königsstuhl erinnert…
Der anschließende 3D-Film im Geo-Center lässt uns in die Dinosaurier-Welt eintauchen, und wir lachen über unser Aussehen mit den dunklen 3D-Brillen.

Der Abend ist ein gemeinsamer Schulabend mit Eltern, Schülern und Lehrern. Hier wird gegrillt, Salate finden reißenden Absatz, und man kann nach Lust und Laune essen. Disko ist geplant, aber Basketball macht mehr Spaß.

Also treffen wir uns mit den Dänen in der Turnhalle, wo anständig  gebolzt wird. Eine feine Sache ist die Turnhalle, klein aber fein und zu jeder Zeit offen. Um 9:00 Uhr abends sind wir k.o. und fahren zu unseren Gastfamilien, wo wieder viel gefragt und erzählt wird bzw. Kartenspiele und andere Unterhaltungen Anwendung finden.

 

3.Tag: Mittwoch, der 24.04. 2010: 

Hurra!!! Heute geht es nach Kopenhagen nach dem Morgengesang (dieses Mal singen die Kinder ein tolles englisches Lied und anschließend wird ein spaßiger Film über das Schulleben in Øster Egesborg in witziger Stummfilmoptik gezeigt, gedreht von den dänischen Schülern).
Jedenfalls besichtigen wir in Kopenhagen das Rosenschloss und damit die königlichen Kronjuwelen und ein echtes königliches „Örtchen.

Bewundernswert sind die Leibwächter der Königin, die offensichtlich einem Märchenbuch entsprungen sind und vor dem Rosenschloss patrouillieren.
Der erste kalte Regen stört uns nicht. Wir begeben uns zu einem Schiffsanlegeplatz an einem der vielen Kanäle von Kopenhagen. Wir haben das Gefühl, plötzlich in Amsterdam zu sein, und vielleicht ist die Hauptstadt bewusst so von den Dänen angelegt worden. Das Wetter bessert sich, die Überdachung des Schiffes kann man zurückschieben und somit ist man draußen, ohne von seinem Platz aufstehen zu müssen. Toll, wir machen Fotos und unter den Brücken berühren wir die Mauern, die so nahe sind.

Der Runde Turm im Zentrum von Kopenhagen ist praktisch als Aussichtsplattform mit Blick auf die ganze Stadt. Rasmuss nutzt den breiten Wendellaufgang innen, um sich einmal von oben nach unten kullern zu lassen.

Wir lachen über seinen verrückten Einfall.
Höhepunkt des Tages ist natürlich der Besuch des Vergnügungsparkes Tivoli. Egal ob Lehrer oder Schüler, alle lieben die Achterbahn oder andere gruselige Attraktionen, die es zur Genüge gibt. Manch einer absolviert 10 Testrunden in der Achterbahn und sieht schon ganz blass aus. Aber, der Kosmonautentest wird von allen Beteiligten ausnahmslos  bestanden.
Die Rückfahrt im Bus ist lustig, alle sind noch aufgekratzt vom Tivoli-Besuch, Rasmuss lässt sich weitere Späße einfallen, und wir kommen nicht raus aus dem Lachen.

 

4. Tag: Donnerstag, der 22.04.2010: 

Wir haben beschlossen, noch nicht nach Hause zu fahren. Es ist schön an dieser dänischen Schule, und wir mögen uns nicht von unseren neuen Freunden trennen.
Den Morgen verbringen wir gemeinsam mit Projektarbeit und inszenieren kleine lustige Stücke in englischer Sprache, die  wir zum Schluss in der Turnhalle zeigen. Ich staune, wie flüssig uns das Englische von den Lippen geht. Es wird gelacht und geklatscht.

                                

 

Wir gestalten eine Wand in der Aula mit unseren Fotos über die Erlebnisse und trösten uns mit dem baldigen Treffen im September in Prerow über die Trennung. 

Liebe Freunde, Ihr seid cool, und es hat viel Spaß gemacht mit Euch. Wir denken an Euch, werden schreiben und danken auf diesem Wege noch mal recht herzlich den Organisatoren Tony, Lars und Lene, Herrn Schaarschmidt, Lena und Petra!