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Von all den Zeugen, die geladen....
Unter dieser Textzeile aus Bechers Ballade „Kinderschuhe aus Lublin“ stand ein Projekttag für die 9. Klassen an Ende dieses Schuljahres.
Im Geschichtsunterricht haben wir die Zeit des Faschismus in Deutschland behandelt und besprochen, wie und warum Hitler an die Macht kam und mit welchem Ziel. Dabei war auch der Holocaust eine wichtige Frage. Wir haben viel davon gehört, im Deutschunterricht Literatur zu diesem Thema behandelt, uns im Geschichtsunterricht den Film „Der Pianist“ angesehen und auch im Ethik- und Religionsunterricht wiederholt über diese Thema und seine aktuellen Bezüge diskutiert.
So inhaltlich vorbereitet fuhren wir mit unseren Lehrern in die Mahn- und Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers nach Ravensbrück.
Zu Beginn erlebten wir in einem Film, was Frauen als ehemalige Lagerinsassinnen heute bei einem Besuch in Ravensbrück sagen, leiden, fühlen über die wohl schlimmste Zeit in ihrem Leben. Daran an schloss sich eine Führung durch die Gedenkstätte. Ein Museumspädagoge erzählte und erklärte uns viel Wichtiges und Notwendiges über diesen Ort und diese Zeit und die Menschen beiderseits vom Stacheldraht und wie aus dem anfänglichen Konzentrationslager ein Vernichtungslager für Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche wurde. Vor dem „Ort der Namen“, dem ehemaligen Wachhaus der SS am Haupteingang des Lagers, wo seit Mai diesen Jahres ein Buch ausliegt mit mehr als 13 Tausend Namen von nachweislichen Opfern, rezitierten Stefka, Martin und Stefanie Bechers Ballade „Kinderschuhe aus Lublin“. Anschließend legte jeder von uns dort in stillem Gedenken eine Rose ab.
Still und nachdenklich fuhren wir am Nachmittag wieder nach Hause, vorbei an Barth, einer Außenstelle von Ravensbrück, unweit von Prerow....

     
 
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