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Von Prerow in die Welt – die Welt zu Gast in Prerow

Über den Schüleraustausch an der Freien Gesamtschule Prerow

Im Rahmen der konzeptionellen Umsetzung der dauerhaften Ausprägung der Europafähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler finden neben einem breiten Angebot an Fremdsprachen (Englisch ab Kl.1, Französisch ab Kl.3,  Russisch, Spanisch, Latein und Griechisch ab Kl. 7), regelmäßige Sprach- und Bildungsreisen nach London, Barcelona, Paris, Rom, Tirol und  zu den Partnerschulen nach Dänemark und Polen statt.

Wichtige Ergänzung dazu stellt der Schüleraustausch dar. Hier einmal zusammengefasst die aktuellsten Informationen darüber:

                                                                                                                                                                                                        

Schuljahr 2011 / 2012

Von Prerow in die Welt...die Welt zu Gast in Prerow

 Auch in diesem Schuljahr setzen wir gezielt und ganz bewusst den Schüleraustausch an und mit unserer Prerower Schule fort als einen wichtigen Teil des Leben Lernens, wie auch unser Schulkonzept überschrieben ist.

Lina:

Meine Austauscherfahrungen 

Am 24.08 um 18:45Uhr bin ich in Saint-Jean-sur-Villaine angekommen.
Das Haus, in dem ich jetzt 2Monate leben werde ist orange und sehr modern. Im Garten sind Rosen. Ich habe 3 Gastschwestern, Maelys, Bleuenn, Jeanne und einen Gastbruder, er heißt Silvain. Die Eltern heißen Patrick und Chantal, sie sind sehr nett. Zum Abendbrot gab es Crêpes und Galettes, dazu haben wir Cidre getrunken. Der Abend war sehr lustig, auch wenn wir öfters mal ins Wörterbuch gucken mussten. 

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So weilte Lina aus der 9. Klasse für 3 Monate bei Maelys Chotard in der Bretagne, um Sprache, Land und Leute besser zu verstehen und kennenzulernen. Maelys war im Frühsommer für 3 Monate als Austauschschülerin bei Familie Bärwald untergebracht und lernte an unserer Schule besonders die deutsche Sprache.

Pauline aus der 10. ist für ein Jahr nach Norwegen „ausgewandert“ und lernt zur Zeit dort an einer internationalen Schule.

Heiko verbringt sein 11. Schuljahr in Seattle an der Westküste der USA.

Julian aus der 10.2 hat für ein halbes Jahr Luis Olmos aus Puebla in Mexiko zu sich in seine Familie aufgenommen und lernt nun in dieser Zeit mit ihm gemeinsam an unserer Schule. Beide lernten sich kennen, als Julian im Frühjahr dieses Jahres in Puebla weilte, um seine  Spanischen Sprachkenntnisse zu vervollkommnen.

Tommy aus der 12. Klasse lebte ein Jahr in Equador. Über Sommer nun weilte seine „Gastschwester“ Melody auf dem Darß und lernte in den ersten Unterrichtswochen gemeinsam mit Tommys Klassenkameraden.

Auf dem Foto von links: Luis, Julian, Melody, Tommy

 

                                                                                                                                                                                                        

Schuljahr 2010 / 2011

 

Welterfahrung in Prerow 

Für zwei Monate kommt Bogdan Nazyrow aus dem fernen Kasachstan nach Prerow und lernt in der 10/2 gemeinsam mit Altersgenossen. Ebenfalls für zwei Monate gehört die junge Französin Maelys Chotard aus der Bretagne zum Team der Klasse. Schnell haben sich die beiden Schüler eingewöhnt und fühlen sich wohl. Ihre Gastfamilien – Familie Stoltenberg und Familie Bärwald – sorgen sich um das sonstige Wohl der Ihnen anvertrauten jungen Leute.
Was bewegt junge Menschen, die gewohnte Umgebung, die Familie und die Freunde zu verlassen?
Bogdan sagt dazu: „Mich interessiert Europa und dort ganz besonders Deutschland, Polen und Tschechien. Polen habe ich auch schon besucht. Ich finde, dass diese beiden Länder viele Gemeinsamkeiten haben. Ich möchte gerne in Breslau studieren, weiß aber noch nicht genau was. Bis dahin muss ich aber noch Polnisch lernen.“ Er fügt außerdem hinzu, dass er seine berufliche Zukunft sowieso in Europa sehe. Europa biete viel Arbeit und man könne hier sehr viel Erfolg haben. Das sei in Kasachstan nicht so, dort gebe es eine hohe Arbeitslosigkeit. „Ich lerne deshalb neben meiner Muttersprache Russisch natürlich Kasachisch, aber schon längere Zeit auch Deutsch und Englisch.“ Und wie man im Gespräch mit Bogdan schnell bemerkt, mit gutem Erfolg. Und Bogdan lobt seine Deutschlehrerin Frau Sultanova, die schon mehrfach in Deutschland gewesen sei und über das hohe Sprachniveau 3 c verfüge.
Maelys möchte ihren Aufenthalt in Deutschland in erster Linie dafür nutzen, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Studieren und arbeiten will Sie später aber in Frankreich. Anders als Bogdan hat Maelys aber eine konkrete Vorstellung über ihre berufliche Zukunft, sie will kranken Menschen helfen und Medizin studieren.
Interessant sind für unsere Gäste und für deren jetzige Klassenkameraden die Unterschiedlichkeiten des Schulalltages. So berichtet Bogdan, dass er die deutschen Schüler um das gute Lehrer-Schülerverhältnis bewundere. Die Lehrer seien hier einfach viel herzlicher und verlangen weniger äußeren Respekt; trotzdem werde hervorragend gearbeitet. Natürlich gebe es auch viele andere Unterschiede im Schulleben.
Maelys genießt ebenfalls das tolle Lernklima in Ihrer Klasse. In der Bretagne haben viele Klassen mehr als 30 Schüler.
Stolz berichten die beiden über ihre Gasteltern, in der Freizeit hätten sie so schon „ein Stück Norddeutschland“ kennen gelernt.
Heimweh komme bei beiden nicht auf – die moderne Technik von Skype ermöglicht es ihnen fast täglich, nicht nur mit der Familie und Freunden zu sprechen, sondern sie auch zu sehen. Wie klein ist unsere so große und bunte Welt geworden!
Man spürt im Gespräch mit den beiden, dass sie auf die bei uns gewonnenen Erfahrungen nicht verzichten möchten.

                                                                                                                                                                                                                                                                          

 

Julian Stoltenberg meldet sich aus Puebla in Mexico:

Sehr geehrter Herr Schaarschmidt, 

wie ich versprochen habe, kommt gerade noch rechtzeitg vor den Ferien der Bericht über das Schulsystem in Mexico. Die Schule wird in 3 Teile geteilt: Die "Primaria"(Klassen 1-6), die "Secundaria"(Klassen 7-9) und die "Preparatoria", kurz "Prepa"(Klassen 10-12). Es besteht die Möglichkeit nach der Secundaria die Schule zu verlassen. In meiner Schule gibt es von dem Kindergarten bis in die Prepa alles. Da es eine deutsche Schule ist (Colegio Humboldt) gibts es deutsch schon seit dem Kindergarten und ist ein Pflichtfach in allen Klassenstufen. Englisch kommt erst in der 5° Primaria dazu. In meiner Klassenstufe (3° Secundaria) gibt es 5 Klassen. Eine Klasse in der komplett auf deutsch unterrichtet wird, eine in der zur Hälfte auf deutsch und zur Hälfte auf spanisch unterrichtet wird(Luís ist dieser Klasse) und 3 Klassen in denen nur auf spanisch unterrichtet wird. In so einer Klasse bin ich. Ich verstehe zwar nicht alles aber es wird immer besser. Ich nehme auch Spanischunterricht für Ausländer und der hilft mir sehr den "normalen" Unterricht zu verstehen. Da aber nun bald Ferien sind und mein Spanisch noch nicht perfekt ist, denke ich das dieser Auslandsaufenthalt doch etwas länger ausfallen hätte können. Aber ich denke was mein das Spanischlernen etwas gehemmt hatt ist die Tatsache das hier alle mehr oder weniger deutsch sprechen und somit oft auf deutsch ausgewichen wird. Ich werde selbstverständlich alles nachholen was ich in Deutschland verpasst habe, um meine Noten in diesem Jahr noch zu verbessern und um von meinen 4en runterzukommen. Ich hoffe ich habe Herrn Koch keine Schande gemacht und nicht allzuviele Rechtschreibfehler gemacht. 

Mit freundlich Grüßen,

                             Julian Stoltenberg

(email: vom 14.04.2011)

                                                                                                                                                                                                        

2009/2010:

Tommy Weiß (Klasse 11) geht für ein Jahr als Austauschschüler nach Equador. Paulin Lüthke (Klasse 10) lebt und lernt für ein Jahr in Costa Rica und Jonas Schreiner-Dodt verbringt sein 10. Schuljahr in Malaysia.

 

Julian Stoltenberg, Kl. 8.2, lernt von September bis Dezember 2009 an der englischen Internatsschule in Sutton Valence (see: www.Sutton Valence.uk).

In Prerow können sie fast das Meer rauschen hören, so nahe liegt die Schule am Wasser. „Während der Ferien fahren wir für eine Woche in den Skiurlaub nach Tirol“, sagt Cosima. „Natürlich kommt Pau mit.“ Schnee kennt sie aus ihrer Heimat nicht. Doch auch dort „weht ein sanfter Wind vom blauen Meer“, und nahe der Stadt Puebla rauchen zwei tätige Vulkane, der Popocatépetl und der Iztazihuatl.

Text und Foto ELKE ERDMANN, OZ vom 12.02.2007

saludos de ecuador

 

„Sdrastwuitje - menja sawut Polli!“ -Vom Ural auf den Darß-

Ein Hühnergott reist mit nach Ecuador

 

 

Zwischen Prerow und Puebla
Mecklenburg-Vorpommern und Mexiko im Vergleich. Zwei Mädchen lernen beides kennen.
Eine Freundschaft macht das möglich.

Prerow/Puebla „Kennst du das Land? wo die Zitronen blühn,/ Im dunklen Laub die Gold-Orangen glühn, . . .“ fragt Mignon in Goethes Gedicht. Paulina Zamudio kennt es. Sie stammt aus Mexiko, lebt in Puebla. An ihrem Elternhaus, das sie mit Mutter Elizabeth und Großmutter Paulina bewohnt, wachsen Zitronen- Orangen- und Pfirsichbäume. Paulina ist Einzelkind. Ihr Vater starb vor vier Jahren. In ihrer Heimatstadt besucht Paulina die deutsche Humboldt-Schule. Sie kostet Schulgeld, und die Eltern müssen auch die Bücher bezahlen.
„Meine Mutter arbeitet als Versicherungskauffrau“, sagt Paulina. Sie spricht Spanisch, Englisch und Deutsch. Ihren guten Wortschatz wird sie noch vermehren, denn seit Januar lernt sie an der Freien Schule in Prerow mit ihrer neuen Freundin Cosima Stoltenberg aus Groß Kordshagen. Die war zwei Monate in Puebla zu Gast bei Paulina. Am 3. Januar flogen beide Mädchen von Mexiko-Stadt über London nach Hamburg. Dort schlossen Petra und Rolf Stoltenberg die Weltenbummler in ihre Arme. Das Dorf Groß Kordshagen in der Nähe der Stadt Barth ist nun für sechs Monate Paulinas Zuhause. Gemeinsam mit Cosima geht sie in die neunte Klasse. „Alles ist anders. In meiner Schule sprechen wir im Deutschunterricht nur Deutsch. Hier im Spanischunterricht wird wenig gesprochen. Wir lesen Texte, übersetzen und ergänzen Verben“, sagt Paulina. „Bei uns ist der Lehrer mehr Freund. Wir machen Spaß mit ihm, sprechen ihn mit Du und mit dem Vornamen an.“ In Mexiko schwatzen die Kinder im Unterricht. In Prerow achtet sie die Ruhe. „Wenn ich zurückkomme, muss ich alle meine Hefte vorzeigen“, sagt Paulina. „Ich mag die Schule hier. Alle sind sehr nett. Ich fühle mich wohl.“

„Paulina ist eine Bereicherung für uns“, sagt Spanischlehrerin Dr. Verena Schöne. „Sie wird mitunter als Wörterbuch benutzt.“ Und Schulleiter Gerald Schaarschmidt meint: „Die Schüler merken, die Welt ist nicht an der Meiningenbrücke zu Ende. Die Europafähigkeit der Schüler ist Erziehungskonzept bei uns.“
Der Landrat des Kreises Nordvorpommern Wolfhard Molkentin sorgte dafür, dass Paulina in Prerow beschult werden darf, denn das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern hat mit Mexiko keinen Beschulungsvertrag. Die Freundinnen wirken wie Schneeweißchen und Rosenrot. Cosima hat weizenblondes Haar wie das Korn auf den Feldern ihres Vaters. Der promovierte Landwirt baut auf seinen Äckern Roggen, Weizen, Gerste, Raps und Zuckerrüben an. Paulinas schwarze Augen strahlen, wenn sie lacht. In ihrer Heimat wächst alles: Mais, Kartoffeln, Tomaten, Bohnen, Erbsen, Karotten, Ananas. Aber dennoch gibt es Armut. Die Mädchen erzählen von bettelnden Kindern in den Straßen. „In Mexiko sind Cosi und ich nach Acapulco an den Pazifik gefahren“, sagt Paulina. „Beinahe fünf Stunden dauert die Autofahrt.“

 

2006/2007:


Swantje
absolviert das gesamte 10. Schuljahr in Finnland;
Cosima weilt  im 1. Halbjahr der  Kl. 9 mehrere Monate in Mexiko;
Hannah im Dezember in Klasse 5;

ab Januar 2007 lernt Paulina aus Mexiko für ein halbes Jahr in Kl. 9 und wohnt in der Zeit bei Cosima;
Mathias absolviert  das 2. Halbjahr seines 10. Schuljahres in Großbritannien.

2005/2006: 


Max
aus Klasse 5 im Frühjahr für drei Monate in Neuseeland;
Hannah im Juni in Klasse 4;

2004/2005:


Sergej aus Russland ist für ein halbes Schuljahr in Prerow in Klasse 9 zu Gast;  
Hannah aus Schottland seitdem jährlich für mehrere Wochen an FSP, erst Klasse 3, inzwischen bis in Kl. 5;

 

 
 
 

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